Archiv der Kategorie: Kiel

Der Bela, das Buch und Kiel

Der Bela B.  ist wieder unterwegs und macht sogar einen Stopp am 9. Oktober im Kieler Metro.  Seinen Rucksack hat er mit dem Buch „Exit Mundi“ bestückt und genau das wird er herausholen und daraus lesen. Nicht nur für Ärztefans ist dieser Leseabend sicherlich spannend.

Und das sagt der Fördeflüsterer:
„Bela B. liest aus Exit Mundi (die besten Weltuntergänge)

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Bela B. ist mal wie­der solo unter­wegs, dies­mal aller­dings nicht musi­ka­lisch, son­dern im Gepäck hat er das Buch „Exit Mundi – die bes­ten Welt­un­ter­gänge„ des Wis­sen­schafts­jour­na­lis­ten Maar­ten Keu­le­mans. Grund dafür ist, dass er dem Werk für das Hör­buch seine Stimme lieh… Nun prä­sen­tiert Bela B. die­ses Apo­ka­lyp­ti­ker­sch­man­kerl am Sonn­tag, dem 9. Okto­ber live mit allem Drum und Dran. Los gehts um 20 Uhr im Metro in der Hol­ten­auer Strasse.“

Und wer sich vorab schonmal belesen möchte, hier kann man das Büchlein und das Hörbuch mit Bela auch käuflich erwerben.

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Bewerbung für die schönste Stadt der Welt

Jahrelang war es eine Hassliebe. Jetzt ist es eine Homage an meine Stadt. Kiel – die Stadt am Meer!

Seit fast 30 Jahren wohne ich in dieser Stadt. Mehrfach wollte ich ausbrechen. Mehrfach hatte ich das Gefühl die Stadt würde mich ausspucken. Es ist keine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Wurde sie doch im 2. Weltkrieg zu 80% zerstört.

Als Teenager hat man hier nicht viel zu sehen. Das Meer ist unattraktiv. Es ist schon immer da gewesen und somit keine Besonderheit für den waschechten Kieler Teen. Man versteht es auch nicht, dass es Menschen gibt, die hier tatsächlich Urlaub machen. Menschen aus dem Süden. Haben sie doch viel besseres Wetter. Schon im Frühling ist es dort meist wärmer als in Kiel im Sommer. Im Winter haben sie bestenfalls Berge, die von Schnee bedeckt sind. Hier an der Küste kann man mit viel Regen und Wind dienen.

Kiel ist auch keine Partystadt. Sie bietet einem keine besonders angesagte Clubszene und keine Chartsürmer kommen in die Sparkassen Arena. Da muss der Kieler schon raus aus seinem Dorf, wenn er was sehen will. In Kiel wird man auch nicht entdeckt. Wenn man ein besonderes Talent geschenkt bekommen hat, muss man raus, um eine Chance zubekommen.
Der Kieler entdeckt ohnehin nichts weiteres als sich. Das sind schließlich Menschen aus dem kühlen Norden. Und das „kühl“ bezieht sich nicht ausschließlich auf das Wetter. Der Kieler empfängt niemanden mit offenen Armen. Der Kieler schaut. Und wiegt ab. Ein geknurrtes „Moin“ zeugt schon von wahrer Nächstenliebe.

Inzwischen weiß ich es jedoch besser. Kiel besteht nicht nur aus schlechtem Wetter, Meer und Lachs. Auf den ersten Blick ist Kiel keine Schönheit. Man muss sie kennenlernen. Gibt man ihr eine Chance, so wird man nicht enttäuscht.
Natürlich verbindet man Kiel vorranging mit dem Meer. Wir Kieler haben den Luxus innerhalb von 10 Minuten an einem wunderschönen Strand zu sein. Uns scheint den ganzen Tag die Sonne auf den Bauch, während die im Süden sich von Schattenplatz zu Schattenplatz hangeln. Viel zu überfüllte Seen werden aufgesucht, um ein wenig Abkühlung zu bekommen. Kiel bietet unzählige Strände, um den Sommer gebührend zelebrieren zu können.
Die Promenade, wo man unter vielen Marineschiffen auch die Gorch Fock bestaunen kann, lädt zu einem Spaziergang geradezu ein.

Sowohl Sportbegeisterte als auch  Sportler kommen auf ihre Kosten. So kommt der Handballrekordmeister THW Kiel, wie der Name schon sagt, ebenfalls aus dieser wunderschönen Stadt. Auch im Football hat sich Kiel einen Namen gemacht. Der amtierende German Bowl Meister hat hier sein Zuhause.

Die Kühle der Nordlichter ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Der Kieler legt nunmal keinen Wert auf Oberflächlichkeiten. Wurde jedoch jemand oder etwas in das Herz geschlossen, dann ist es dort fest verankert. So wie die Stadt in meinem Herzen vor Anker ging.

Und hier ein paar kleine Eindrücke meiner Stadt:


Land unter – Petrus hat schlechte Laune

Über Kiel sagt man ja, dass das Wetter eher unbeständig ist. Auch im Sommer muss man immer mit Regen und starkem Wind rechnen. Das ist prinzipiell auch sehr richtig. Hier im Norden ist das Wetter meist ein wenig schlechter als im Süden. Der Sommer in diesem Jahr ist jedoch generell für die gesamte Bundesrepublik nicht der beste. 3 Tage Sonne und Wärme und dann folgen erstmal wieder 2 Wochen Regen und Kälte. Das geht momentan den meisten Deutschen so.

Heute allerdings ist das Wetter in Kiel zwar etwas kühl – das Thermometer bringt es auf knappe 20 Grad – aber es ist trocken. Kurz: Es könnte viel schlimmer sein.
Wie schlimm es tatsächlich sein könnte, zeigt uns gerade Bremen. Dort ist Land unter. Meine Familie musste heute morgen zur Arbeit schwimmen, wie die von meiner Schwester geschossenen Bilder zeigen.
So schlecht das Wetter in Kiel auch ab und wann sein mag – aber sowas habe ich hier schon ewig nicht mehr gesehen. Kiel, Du bist wunderbar!

Hier seht ihr keinen Fluss – das ist eigentlich eine Hauptstraße!

Das es sich wirklich um eine Straße handelt, seht ihr hier an den vom Regen überraschten Autofahrern.

Die Bremer versuchten auf Bus und Bahn auszuweichen. Aber auch hier ging und fuhr nichts mehr…


Hier gibt es weitere aktuelle Bilder. Tja Familie, wärt ihr mal in Kiel geblieben..


Blumen im Beton

Das Kiel keine Betonstadt ist und mit kleinen blumigen Accessoires dies zu verhindert versucht, erkennt Markus jeden Morgen, wenn er zur Arbeit geht.  Inmitten von Asphalt und Beton wurde ein kleines Blumenbeet angelegt. Putzig.

Vielen Dank, dass Du uns daran teilhaben lässt.