Monatsarchiv: August 2011

Wiesenhof – man ist das ne Wurst!

Ich will hier gar nicht den Moralapostel geben oder alle Menschen zu vegetariern machen.  Das ist mir völlig fremd. Auch wenn ich selbst kein Fleisch esse, darf mein Gemüse dennoch auf den Grill auf dem auch totes Tier Fleisch und Co liegen.  Ich finde Fleischesser auch nicht eklig oder erzähle meinem Gegenüber beim genüsslichen Wurstverzehr, wie denn die Wurst zustande kam. Dennoch möchte ich euch heute Abend einen feinen Leckerbissen, der um 21:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird, ans Herz legen.

Vor über einem Jahr hat PETA katastrophale Zustände und Tierquälerei in den Ställen von Wiesenhof (dem Geflügelhersteller Nummer 1!) aufgedeckt. Wiesenhof tat es damals als versehentlichen Einzelfall ab und versicherte bessere Kontrollen.
Was der Konzern aber tatsächlich unternommen hat, sind besser geschützte Anlagen, um Einblicke von Außen zu verhindern!

Peta hat erneut recherchiert und dokumentiert – diese Reportage wird heute Abend im Ersten ausgestrahlt. Wiesenhof hat selbstverständlich im Vorfeld versucht, die Ausstrahlung zu verhindern. Erfolglos.

Schaut euch das doch einfach mal an. Esst meinetwegen Wurst und was es sonst noch alles gibt – aber es muss ja nicht Wiesenhof sein!
Weitere Informationen und neue Recherchen findet ihr hier – und hier könnt ihr sogar noch etwas tun.


Hey Mr. Nazi

Heute mal ein bisschen Musik von dem wirklich lustigen Blumio.
Zu dem ersten Video muss man wohl gar nicht mehr viel sagen. Ich drücke jedenfalls gerne den Like-Button!

Das zweite Video ist wohl eher für die Leute lustig, die Sammy, Jay-Z, Xzibit und Co kennen, bzw. mögen.
Von mir bekommt das Video 5 von 5 Mokkasternen.

Wer mehr über den jungen Mann erfahren möchte kann das hier oder hier tun.

Und wer Bock hat, die Musik auch unterwegs zu hören, kann sich über  das Scheibchen oder den Track runterladen. Natürlich auch in Itunes ohne Probleme abspielbar!


				

Montag ist Schontag

Montage sind ja so überhaupt gar nicht mein Ding. Weiß der Kuckuck, woran das liegt – aber montags habe ich grundsätzlich schlechte Laune, sehe hässlich aus, bin viiiiel zu fett und meine Frisur… Nein, Montage sind einfach nichts für mich. Ich dachte immer, das liegt daran, dass es der erste Arbeitstag in der Woche ist. Klar, gerade zwei Tage zum ausschlafen, Feiern, etc. gehabt – da fällt es doch jedem schwer, sich zur Arbeit zu schwingen.
So ist es aber nicht. Es ist völlig bumms, ob ich arbeiten muss oder frei habe. Senor Montag und ich kommen einfach nicht miteinander klar.

An dem heutigen Montag habe ich auch noch Spätschicht. Nicht die späteste Schicht, die ich haben kann, aber immerhin muss ich bis 21 Uhr auf der Arbeit abschimmeln arbeiten.
Nun sitze ich also da – fett, hässlich und mit einer grauenhaften Frisur… Die Welt ist schlecht!
Chrischi, der mich und meinen Anblick heute ertragen muss, schlug also ein wenig Ablenkung vor. Wir malen. Er gab mir etwas, das ich zeichnen sollte und andersrum genauso.  Und das ist dabei rausgekommen:

Jetzt weiß ich also auch noch, dass ich nicht zeichnen kann. Schönen Dank auch!


Auf gute Nachbarschaft. Kein Müll.

Ich denke, ich könnte ein eigenes Blog ausschließlich über unsere Nachbarn schreiben. Der Stoff für die Geschichten würde mir wohl niemals ausgehen.

Seit einiger Zeit haben die Müllmänner ein Problem mit der Mülltrennmentalität unseres Hauses. Häufig gehen Beschwerden ein, dass der Müll nicht korrekt getrennt wird (Pappe in die Biotonne, Glasflaschen in die Restmülltonne, etc.) Da irgendwer aus dem Haus es nicht gebacken bekommt korrekt zu trennen, war unsere Vermieter so freundlich eine Mülltrennungshilfe zu Papier zu bringen und an jeden Mieter zu verteilen. Er hat lediglich einen Fehler gemacht. Er schrieb als Abschlusssatz, dass man – sollte man zu faul sein –  auch einfach alles in die Restmülltonne schmeißen könne. Bupps! Das machste das Chaos perfekt!

Die Restmülltonne quoll nach kurzer Zeit über und ließ sich nicht mehr schließen. Bei uns stapelte sich der Müll, weil selbst der kleinste  Schnibbel nicht entsorgt werden konnte. Ich hatte schon Angst, dass die dicke Tine kommt, um eine Folge bei uns zu drehen: „Und heute Abend bei Einsatz in 4 Wänden die Horrormessiwohnung!“ (Hier bitte die Melodie von Psycho ins Gedächtnis rufen)
Die Zusatzkosten für eine weitere Mülltonne, „Strafgebühr“, etc. wird natürlich in der nächsten Nebenkostenabrechnung auf die Mieter verteilt.
Seit gestern hängt nun wiedereinmal folgender Zettel im Hausflur:

Mein Vermieter hat sich nun übrigens ein Luftgewehr zugelegt, um jeden Müllsünder auf frischer Tat in den Hintern zu schießen….

PS.: Ich möchte mich an dieser Stelle für das verwackelte und unscharfe Bild entschuldigen. Es hängt jedoch direkt vor der Tür meines Vermieters, dem ich seit letztem Freitag versuche aus dem Weg zu gehen…Bisher erfolgreich… !


Wer suchet, der findet. Mich. Auch im August.

Auch in diesem Monat wurde wieder gegoogelt, was das Zeug hält und landete bei mir. Hier die Top Ten aus August…

1. analfissurstift / analfissurstift meinungen / analfissur stift
Gibt es bei mir immernoch nicht. Aber ich überlege langsam ernsthaft, ob ich mich damit nicht selbständig machen sollte…

2. schlampige fotze
Na, hömmal!!! Selber, ey!

3. nimmt die dicke tine die decko
Was auch immer decko ist, ich weiß es nicht. Aber wenn  du sie triffst – ich hätte da mal ne Küche…

4. knackige penise / Penisschablone
Gibts sicher nicht bei mir!

5. penis kunst
Über Kunst kann man sich ja bekanntlich und zum Glück streiten!

6. feuchte muschies
Hättste wohl gern…

7. nackte frau muschi
Du warst doch eben schon bei mir!

8. ich bin verliebt in deine mokkaaugen
Och, Du Schlingel, Du!

9. nackte soldaten
Was zum…!?!?!?

10. krankmeldung b34.9 g
Wissen wir ja –  Infektion durch Papovaviren.. Gute Besserung!


Auf supergute Nachbarschaft

Am 19. August habe ich Geburtstag. Jedes Jahr wieder. So auch in diesem. Da ich nicht nur figurlich rund geworden bin, sondern auch ein rundes Alter erreicht habe, sind ein paar meiner engsten Freunde und ein Teil meiner Familie eingeladen worden. Ganz klein, ganz gemütlich und bei uns zu Hause.
Da ich eine vorbildliche Mieterin bin, habe ich ein paar Tage vorher im Hausflur den Hinweis gegeben, dass es gegebenenfalls und ganz eventuell ein kleines bisschen lauter werden könnte. „Bla bla bla, Geburtstag, eine kleine Feier, Entschuldigung, falls die Lautstärke die Wohnung verlässt, blah blah blah. Bis auf meine direkten Nachbarn habe ich aber in keinsterweise erwähnt, dass der Rest des Hauses gern auf ein paar Schnappes oder Bierchen vorbeikommen kann….

Mein Vermieter allerdings, der ebenfalls im Haus wohnt, fühlte sich berufen, mir ein Geschenk zu machen. Eine selbstgebrannte CD, freundlich mit Tüddelband eingewickelt, übergab er mir noch am früheren Abend. Da es ja nie schlecht ist, sich mit dem Vermieter zu verstehen – gerade in Anbetracht der Tatsache, dass ich eine neue Küche wünsche – bat ich ihn doch reinzukommen. Neeeeneeeeneeeee, wollte er gar nicht.
Puh! Alles war in Butter, bis es eine halbe Stunde später wieder an der Tür klingelte….
Wieder stand der Vermieter in der Tür – nur diesmal mit 3 Promille mehr in der Rübe. Wieder hatte er eine selbstgebrannte CD eingewickelt in Tüddelband in der Hand und wieder sollte das mein Geschenk sein. Nun fragte er mich lallend und nueschelnd, ob denn das Angebot reinzukommen noch stünde. Da ich dreimal nachfragen musste, was er mir nun eigentlich sagen wollte, kam er einfach mit den Worten „koann isch jess endlisch reeeiiiiin!?“ und stolperte auf einen freien Stuhl im Wohnzimmer.
Da saß er und schrie nach Schnaps und Bier! Keiner konnte ihn wirklich verstehen, er schmiss Sachen um, wollte Torte, den er aber nach der Hälfte an andere verteilte (Bier und Schnaps beißt sich mit Torte!!!) und pinkelte mit offener Badezimmertür. Ab und zu entwich ihm ein größeres Lüftchen und er fing an meine beste Freundin anzubaggern. Sabbernd fragte er sie, ob er nicht ihre Füße massieren solle oder sie sich lieber auf seinen Schoß setzen mag. Mich hielt er auf einmal für die Kellnerin, benutzte seine Bierflasche als Aschenbecher und trank das Aschebier dann ohne mit der Wimper zu zucken weiter… Die ersten Gäste verließen die Feier.

Da er leider keinerlei Anstalten machte gehen zu wollen, taten alle restlichen Gäste so, als würden wir noch woanders hinfahren wollen. Alle standen auf, zogen sich an, gingen aus der Wohnung und verabschiedeten sich. Jeder war bereits draußen auf der Straße oder im Hausflur, als er noch immer auf seinem besoffenen Hintern im Wohnzimmer saß und mir mitteilte, dass er noch bleiben würde. Auch der Hinweis, dass bereits alle die Wohnung verlassen hätten und auch ich in Mantel, Hut und Schal vor ihm stehe, interessierte ihn nicht. Er möchte doch gerne noch bleiben. Schließlich ist das bei uns ja so geil (sss sooo geieeeeel hier!) und so einen tollen Abend hätte er schon seit Jahren nicht mehr gehabt.
Ein weiterer Nachbar hatte dann die Nase voll und schob ihn nicht mehr ganz so freundlich aus der Wohnung.
Die neue Küche kann ich mir nun erstmal abschminken, aber das ist der Preis, den ich gerne gezahlt habe.

In diesem Sinne – auf supergute Nachbarschaft! Prost!


Wanted!

Vor fast genau einem Jahr habe ich mich entschlossen, einen neuen Versuch zu wagen und mir ein Fahrrad zuzulegen. Bisher hatte ich nie wirklich Glück mit Fahrrädern, da sie mir ständig geklaut wurden. Dabei spielte es überhaupt keine Rolle, ob das Fahrrad auf der Straße oder im Keller angeschlossen wurde. Beklaut wurde ich immer.

Da ich aber ein optimistischer Mensch, habe ich mein Portemonnaie nochmal in die Hand genommen und bin losgedüst, um mir ein Fahrrad zu kaufen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Einmal hat er mir den Dienst versagt, da die Reifen keine Luft halten wollten. Ansonsten sind wir beide immer sehr gut miteinander klargekommen.

Aber nun wurde mein treuer Begleiter Frank entführt!!! Kein Erpresserbrief, keine Lösegeldforderung, absolut nichts. Nicht mal mehr das dicke Stahlschloss, dass ihn  vor solchen Übergriffen schützen sollte, hat man mir gelassen. Ich vermisse ihn. Sehr!

Natürlich kann es sein, dass jemand einfach nur in Schwierigkeiten steckte und sich Frank ausgeliehen hat. Das ist absolut kein Problem, ich verstehe das. Nun wäre es aber schön, wenn man Frank wieder an seinen gewohnten Platz stellen würde. Das Wetter wird langsam besser und ich würde gerne wieder mit dem Rad zur Arbeit fahren.
Sollte jemand sein  Fahrrad mit meinem mit Frank verwechselt haben – auch kein Problem. Bring ihn einfach wieder nach Hause.
Und wenn der oder diejenige einfach kein Geld hat, um sich ein eigenes Fahrrad zu kaufen – da finden wir auch eine Lösung. Hauptsache, er  kommt wieder heim. Also bitte, wenn jemand Frank gesehen hat, weiß wo er sich aufhält oder Kontakt zu den Entführern hat, bitte melde Dich bei mir. Ich brauche ihn wirklich dringend wieder!

Leider ist das Foto abends geschossen worden und somit sehr dunkel. Aber so schaut er aus, der Frank!


Süße, bist Du Facebook?

In der aktuellen Neon Ausgabe ist ein Artikel über die Nutzung von Facebook bei Paaren. Sie ist registriert, er nicht. Er ist nicht damit einverstanden, dass sowohl über das gemeinsame als auch über sein eigenes Leben gepostet wird – sie versteht diesen Einwand nicht.

Wir sind beide bei Facebook. Man sagt ja inzwischen nur noch „bin bei Facebook“. Wobei das „bei“ mittlerweile auch schon gestrichen wird. Man ist einfach Facebook und Punkt. Ich bekomme zwar regelmäßig die Krise, wenn die Azubis sich über das Social Web unterhalten. „Ey Süße, bist Du Facebook!? Oder Studi? Bissu Studi!?“ Aber nun gut, das ist ein anderes Thema. Gebt mir einen Tag mit meinen Schwestern und ich muss meinen Webspace erhöhen…

Wir sind jedenfalls beide Facebook, achten aber dennoch darauf, was, wie und warum geschrieben wird. Aber ich frage mich, warum tut man das? Warum sind wir überhaupt (bei) Facebook (registriert)? Ist es mein Mitteilungsbedürfnis? Oder bin ich einfach nur ein verkappter Stalker?
Als ich mich angemeldet habe, war es einfach die Idee, auf schnellste und unkomplizierteste Weise alte Freunde oder Bekannte wiederzusehen. Horchen, was die nun so machen, wie die sich verändert haben – einfach mal gucken, wie es denen inzwischen so geht. Im dicken Strahl pinkeln kann ich nicht. Ich habe keine Fotos von meinem Haus, meiner Yacht, meinem Auto oder sonstigen Statussymbolen auf meinem Profil. Obwohl ich echt ne putzige Wohnung habe, ein feines und neues Auto, mein Boo… Nenenenenene! Das ist nicht meine Art.
Andere hingegen haben Alben in ihren Profilen mit Sommerurlaubsbildern. Das nennen sie dann meistens „me, myself and I“. Originell! Dutzende Bilder im Bikini – von links, rechts, oben, unten – mal auf dem Stein, mal neben dem Stein, unter dem Stein… Das ist ja alles gar nicht so wild und wenn man genügend Selbstbewusstsein hat und allen mal zeigen will „DAS BIN ICH!“, dann finde ich das sogar gut. Selbstbewusstsein ist ne feine Sache.
Aber wenn „me, myself an I“ dann anfängt Listen zu erstellen, damit auch ja nur der und der oder der diese Bilder sehen darf, der und die und der aber nicht, dann frage ich mich, ist das noch der eigentliche Sinn von Facebook?
Warum bin ich mit dem oder der befreundet, möchte aber nicht, dass sie zu viel von meinem Privatleben erfährt!? Warum stelle ich dann erst dieses Album online?? Warum beende ich die Freundschaft nicht einfach und lass gut sein!?
Aus Höflichkeit? Nach dem Motto: „Boah, der Spacko hat mir ne Freundschaftsanfrage geschickt.. Was mache ich denn nun?“ Aus Höflichkeit annehmen und dann in die Liste „Du darfst höchstens das Album mein geiles Auto sehen und neidisch werden“packen!?

Oder der Chef. Der ist nun auch Facebook und schickt eine Freundschaftseinladung. Annehmen und in die Liste „Chef“ packen? Maximale Einsicht ist dann das Profilbild!? Warum sollte ich überhaupt mit meinem Chef befreundet sein?? Weil man sich kennt? Oder weil das Ablehnen wieder unter „unhöflich“ fällt?
Ich jedenfalls habe mich entschieden, ohne Listen und ohne Zensur bei Facebook zu sein. Wenn jemand mit mir befreundet ist, dann weil wir uns wirklich mal mochten, wir uns noch immer mögen, uns besser kennen oder einfach nur, weil ich es so will. Und wenn mir jemand eine Freundschaftsanfrage schickt, ich das aber nicht möchte, na dann lehne ich eben ab! Und wenn ich mich niemandem im Bikini zeigen will, dann stelle ich die Bilder nicht online. So einfach mache ich mir das!


Sie hat sie nicht alle

Ein wenig merkwürdig war Pöddi, Pöddels, Yvonne, oder jetzt aktuell Shania, ja schon immer. Aber in letzter Zeit war sie wirklich so richtig komisch. Deswegen beschlossen wir gestern den Tierarzt aufzusuchen und sie mal durchchecken zu lassen. Im strömenden Regen mit der Katzenbox unterm Arm gings los.

Als wir endlich in der Praxis ankamen erschlug mich erst der Geruch (4 Hunde mit nassem Fell! Das riecht fast schlimmer, als im Sommer Bus zu fahren!!!)  und dann traf mich der Schlag. Um 17 Uhr beginnt die Sprechstunde, aber um 10 vor 5 platzt das Wartezimmer schon aus allen Nähten. Extra Klappstühle werden gebracht und dennoch musste der eine oder andere stehen..
Eine Stunde saßen wir da und konnten die Menschen und ihre Tierchen beobachten.
Und es stimmt wirklich! Die Tiere sehen den Besitzern wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Da saß beispielsweise ein Collie mit seinem Frauchen. Beide hatten denselben Friseur und beide hechelten atmeten mit leicht geöffnetem Mund. Rochen auch sehr köstlich die beiden.

Einen Platz weiter hockte ein älterer Herr mit seinem älteren Hund. Beide trugen ebenfalls dieselbe, leicht graumelierte Frisur und hielten Händchen oder Pfötchen.  Neben mir saß ein Mädchen,dessen Hund ein Geschirr (heißt das auch bei Hunden so??) mit dem Aufdruck „Single? Mein Frauchen auch!“ trug. Ich frage mich ernsthaft, ob sie es ab und wann bereut, den Hund als Kontaktbörse zu nutzen. Könnte ja doch den einen oder anderen Spacko anziehen..
Wo war ich? Ach ja, der olle Köter Hund. Karl war eine Mischung aus Golden Retriever und Pferd. Riesen groß und total geil auf den Arzt. Und mich. Ständig legte er seinen Kopf in meinen Schoß. Und jaaa, genauso wie Hunde das immer machen – schön Rüssel zu Mumu.Voll peinlich, ey! Und dann fusselt mir der Vollzeitcasanova auch noch die ganze Hose mit seinem strubbeligen Fell voll. Bah!

Dann ging alles ganz schnell: Mietze auf den Tisch, tast tast, horch horch, Fieberthermometer in die Kimme, Blut abnehmen – einmal 100 Euro, bitte. Als ich damals vor der Berufswahl stand, hätte ich mich doch anders entscheiden sollen…
Das vorläufige Ergebnis ist, dass unsere Katze einen an der Waffel hat. Wir müssen zwar noch die Blutuntersuchungen abwarten, aber es schaut alles nach einem Knacks in der Oberstube aus. Danach brauchte ich erstmal ein Bierchen. Prost!


Notes of Berlin

Mehr oder minder zufällig stieß ich auf diese wirklich interessante und lustige Homepage.

Notes of Berlin sagt über sich selbst:
„NOTES OF BERLIN ist eine Hommage an all die Notizen die Berlin tagtäglich im Stadtbild hinterlässt. Berlin spricht zu uns.Berlin will sich mitteilen, was erzählen, verzapfen, kommentieren, suchen oder finden, oder sich einfach nur wichtig machen. Jetzt posten wir mal zurück.“

Wer selbst Berliner ist, kann seine gefundenen Notes über notes@notesofberlin.com veröffentlichen. Als Appetizer habe ich hier mal eine kleine Auswahl einiger notes zusammengestellt.


Fuck you, Sommer!

Das der Sommer sich anfühlt wie ein schlechter Herbst, daran sollte sich doch niemand stören. Ich denke, man sollte froh sein, dass es nicht sommerlich ist. Bedenkt doch nur mal, wie es wäre, wenn es jetzt heiß sei und die Sonne knallen würde… Unvorstellbar.

Man würde ölend in seiner eigenen Soße am Arbeitsplatz sitzen und schlimmstenfalls würde sogar das Deo versagen.. Die Kollegen würden anfangen zu lästern, man wird gehänselt und man fühlt sich in seiner salzigen und klebrigen Haut einfach gar nicht mehr wohl. Schlimm!

Oder die Sonne würden stundenlang vom Himmel brüllen. Grauenhaft! Es könnte passieren, dass die Haut braun wird oder gar verbrennt!!! Mit Schmerzen hockt man da, die Haut hängt welk am Körper und fällt irgendwann in
Brocken von einem ab. Man weiß ja, was die Kollegen dann machen werden… Unangenehm!

Und dieses scheiß grelle Ding Ding blendet ständig. Boah, die Kopfschmerzen lassen einen den ganzen Tag nicht mehr los.  Puhu, schrecklich! Einige arme Wichte bekommen sogar Sommersprossen. Uääääh, peinlich!

Ich kenne sogar Menschen, die fahren im Sommer mit dem Rad! Das ist soooo gefährlich, Leute! Man knallt hin, landet auf der Straße.. Ich mag es gar nicht weiter ausführen.  Zum Glück ist das zur Zeit fast unmöglich.

Ich selbst leide an Heuschnupfen! Der Sommer ist ganz, ganz schlimm für mich. Bei diesem herbstlichen Zustand blüht aber nichts, was mich gefährden könnte. Die Luft wird ja auch ständig vom Regen gewaschen. Dauerspülgang sozusagen. Ich war noch nie so schnupfenfrei wie in diesem Sommer. Ausgezeichnet!

Seht ihr, es gibt überhaupt keinen Grund den Kopf in die Pfütze zu tauchen. Das Wetter ist fantastisch so wie es ist!

Danke Petrus! Du bist wirklich ein Guter….


Auf die Schnelle noch ne Fischfrikadelle

…Schon Störtebeker wusste das der Norden rockt und hat mit seinem Kahn hier gleich angedockt…

Endlich hat Petrus es mal wieder zugelassen und ich konnte an den Strand fahren. Gleich nach der Arbeit links abgebogen und nach 10 Minuten war ich am Laboer Strand. Tja, wir Kieler können das…!
Mit der Fischfrikadelle in der Hand wackelte ich an den Strand.. Yo! Eigentlich wollte ich dort für einen anderen Artikel einige Bilder schießen – aber dann lief ich an der Schwimmhalle vorbei und entdeckte dies:


Land unter – Petrus hat schlechte Laune

Über Kiel sagt man ja, dass das Wetter eher unbeständig ist. Auch im Sommer muss man immer mit Regen und starkem Wind rechnen. Das ist prinzipiell auch sehr richtig. Hier im Norden ist das Wetter meist ein wenig schlechter als im Süden. Der Sommer in diesem Jahr ist jedoch generell für die gesamte Bundesrepublik nicht der beste. 3 Tage Sonne und Wärme und dann folgen erstmal wieder 2 Wochen Regen und Kälte. Das geht momentan den meisten Deutschen so.

Heute allerdings ist das Wetter in Kiel zwar etwas kühl – das Thermometer bringt es auf knappe 20 Grad – aber es ist trocken. Kurz: Es könnte viel schlimmer sein.
Wie schlimm es tatsächlich sein könnte, zeigt uns gerade Bremen. Dort ist Land unter. Meine Familie musste heute morgen zur Arbeit schwimmen, wie die von meiner Schwester geschossenen Bilder zeigen.
So schlecht das Wetter in Kiel auch ab und wann sein mag – aber sowas habe ich hier schon ewig nicht mehr gesehen. Kiel, Du bist wunderbar!

Hier seht ihr keinen Fluss – das ist eigentlich eine Hauptstraße!

Das es sich wirklich um eine Straße handelt, seht ihr hier an den vom Regen überraschten Autofahrern.

Die Bremer versuchten auf Bus und Bahn auszuweichen. Aber auch hier ging und fuhr nichts mehr…


Hier gibt es weitere aktuelle Bilder. Tja Familie, wärt ihr mal in Kiel geblieben..


Dialog am Bahnhof

„Das Album is echt ne geile Scheiße, bro!“
„Homie, der alte Scheiß war iwi fetter – ging steiler und so!“
„Auf jeden waren die Vids zu den Tracks derber – geile Pussys, Koks und so.“
„Sach ich doch! Nich sonne schlampigen Fotzen. Aber das Album is richtig tight!“
„Lass ma Eingang gehen!“
„Ey du Vollassi. Deine Mudder geht Eingang. Wir warten hier. Lauf den Tussen doch nich entgegen, aller!“
„Maul!“

Und dann slideten sie away… !


Er findet du hast schweißige Haut

Ich bin ein Gewohnheitstier. Dass das so ist, merkt man schon an meinen morgendlichen Gewohnheiten. Der Wecker klingelt eine Stunde bevor ich eigentlich aufstehen müsste in voller Lautstärke, damit auch alle wach werden. Der frühe Vogel fängt den Wurm und so.
Alle 7 Minuten wird dann gesnoozt, bis ich nach einer halben Stunde tatsächlich aufstehe. Ich trinke Kaffee und schaue dabei das Morgenmagazin zum wach werden. Danach geht’s unter die Dusche, bis ich dann wieder auf der Couch sitze und Kaffee schlürfe. Wenn sich dann das Morgenmagazin in seinen Beiträgen wiederholt, schalte ich auf Viva, um mich ein bisschen von hipper Mucke, wie es heutzutage heißt, berieseln zu lassen. Das mache ich immer so. Jeden Arbeitsmorgen.

Heute morgen war natürlich alles wieder nach Plan und ich hörte schlechte Musik bei Viva. (Wann ist MTV endlich wieder für jedermann zugänglich!?!?) Wir wissen ja alle, dass die Musiksender schon lange nicht mehr das sind, was sie mal waren. Es werden zwei Musikvideos gespielt (wobei es bei den meisten Videos inzwischen schon ziemlich schwer fällt eine Unterscheidung zu erkennen) und dann kommt Werbung. Hol Dir das Jambaabo jetzt und sofort, Schnuffel hier und Schnuffel da – es ist fast unerträglich. Aber heute morgen bin ich fast von der Couch gefallen. Während Musikvideos gespielt werden, kann man eine SMS für kostengünstige 50 Cent mit dem eigenen Namen und den Namen des Schatzes senden und erhält dann eine Prognose, ob sich die Liebelei überhaupt lohnt. Da dudelt mir gerade Usher und Enrique über die Flimmerkiste (was schon schwer zu ertragen ist, da Usher seit 8701 kein vernünftiges Album mehr rausbringen will) und Doreen will wissen, ob Thilo nun der Hauptgewinn ist. Vivas Prognose: „Alles läuft, wie Du es geplant hast. Doreen + Thilo = Große Liebe! Er findet du hast schweißige Haut.“ Was zum Teufel!? Er findet Du hast schweißige Haut!?!?!?! Hier mal der Beweis:

Ob sich Doreen das so vorgestellt hatte!?

Unbeeindruckt davon hat Manja auch mal gefragt, wie es so mit ihr und dem Jan steht. Viva ist der Meinung: „Vergiss ihn. Verbanne ihn aus deinem Kopf. Jan träum nicht mal von Manja. Er ist nicht so verzweifelt, dich zu nehmen.“
Für mich sieht das ja so aus, als würde Jans Exfreundin die Texte bei Viva schreiben. Hoffentlich ist Manja kein 14 jähriges pubertierendes Mädchen, dass sich nun gerade auf den Weg zu den Bahngleisen macht…