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Da klebt doch was!?

Ich mache ja gar keinen Hehl daraus – ich bin ab und wann ein bisschen (und die Betonung liegt hier auf EIN BISSCHEN!) tüffelig. Und so kam am Wochenende auch das Eine zum Anderen und ich musste den Sekundenkleber rauspulen…

So saß ich also singend und gut gelaunt allein im Esszimmer und klebte. Und klebte. Und klebte. Nach ner halben Stunde sah man die Blessuren der Glasschüssel gar nicht mehr und ich wollte mit Stolz zeigen, dass ich zwar einiges kaputt machen kann – aber auch fast alles wieder heil bekomme..

Als ich die Schale in die Hand nehmen wollte, merkte ich, dass an mir irgendwas komisch ist. Die Sekundenklebertube klebte noch immer an meinem Daumen… Da konnte ich das Teil anschreihen, dran ziehen, reißen, sabbern , wie ich wollte. Außer Schmerzen tat sich da nichts. Das Scheißding klebte an meinem Daumen, wie der Siegfried am Roy und umgekehrt.

Auf die Frage, wie genau man denn Sachen, die man sich mit Sekundenkleber an den Körper bappt, wieder los wird, erhielt ich nur die Antwort: „Ähm…Gar nicht!?“ Wie jetzt, gar nicht!? Wie soll ich der Welt da draußen das bitte erklären? Und nicht nur das – das schaut auch noch total belämmert aus! Neeeennneeeeeeneeee, damit konnte ich mich nicht zufrieden geben.

Ich schmiss den Wasserhahn an und versuchte die Tube von meinem Finger zu reißen.. Nach gefühlten 10 Stunden ist mir das auch gelungen. Aber dafür habe ich nun keinen Fingerabdruck mehr…


Ein Tag mit dem Rad

Gestern bin ich das erste Mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Nach dem Firmenumzug das erste Mal überhaupt. Seit Tagen hatte ich mir das schon vorgenommen, aber wie es denn immer so ist, kam es meistens anders als ich dachte. Die erste  Herausforderung stellten mir meine Reifen. Durch das rumstehen im Keller ist auch denen die Luft ausgegangen.. Also ab zur Tanke und neue Luft reinlassen. So jedenfalls war mein Plan. Aber dort gab es leider kein passendes Reifenaufblasgerät, kurz Dings genannt, für mein Ventil, so dass ich gebeten wurde, eine andere Tanke aufzusuchen. Klar, dann GEHE ich eben mit meinem FAHRrad zur nächsten Tankstelle. Leider passte auch das Dings dort ebenfalls nicht zu meinem Ventil. Schon jetzt hatte ich die Nase sowas von voll!  Fahrrad also wieder in den Keller, Stinkefinger gezeigt und per Pedes zur Arbeit.

Chrischi war so freundlich und lieh mir dann seine Superduperspitzenluftpumpe („Passt echt auf jedes Ventil!“) mit der ich voller Elan in den Keller stampfte, um mein Fahrrad endlich sommerklar zu machen. Der Sommer ist zwar etwas knorpelig in diesem Jahr, aber dennoch reicht die kraftlose Sonne aus, um sich auf das Rad zu schwingen. Sieht ja auch irgendwie ganz sportlich aus.. Was ich leider nicht wusste ist, dass diese Superduperichkannallesluftpumpe einen kleinen Stift im Schlund beherbergt, der für meinen Fall herausgenommen werden muss.  Das ist aber leichter gesagt und geschrieben als getan. Mit Pinzette, Gewalt und Fäkalausdrücken habe ich mein Bestes gegeben – es klappte nicht. Fahrradplan also wieder verschoben.

Auf der Arbeit machte ich dann meinem Ärger Luft, so dass meine Arbeitskollegin sich ein Herz fasste und mir ihre („die ist  schon superalt aber passt wirklich überall!“) Pumpe geliehen hat. Damit bin ich dann also gestern morgen erneut in den Keller gewackelt und habe gepumpt und gepumpt und gepumpt. Endlich! Mein Fahrrad hatte wieder Puste und ich konnte mich endlich auf das Teil schwingen und losradeln. Nach ca. 100 Metern saß ich wieder näher an der Straße als mir lieb war. Meinem Fahrrad ging erneut die Puste aus. Seid ihr schonmal mit zwei platten Reifen einen Berg hochgeradelt??? Nur so viel – eine Frau mit Gehwagen hat mich überholt!

Da ich noch zum Bäcker musste hoppste ich elgant auf den Bürgersteig und wurde schon prompt von einem älteren Ehepaar mit den Worten „Das ist hier kein Fahrradweg!“ begrüßt. Ich rang nach Luft, um mich zu rechtfertigen, keuchte aber nur ein „ich muss doch aber hier zum Bäcker!“ heraus. Das ich nach Atmen rang und somit völlig wehrlos war, animierte die beiden, mich wüst zu beschimpfen. Schließlich sei der Herr gerade von einem Radfahrer angekachelt worden und müsse nun zum Arzt, was mir einfiele, der Weg hier sei schließlich für Fußgänger, ab auf die Straße mit mir! So langsam hatte ich das Gefühl, dass fahrradfahren irgendwie nichts für mich sei… Ich machte meine Besorgungen und schneckte zur Arbeit.

Auf der Arbeit angekommen, hat sich meine Kollegin erneut erbarmt mir zu helfen und pumpte in windeseile beide Räder wieder auf. Da mein Rad aber weder Katzenaugen noch Licht besitzt und es bereits dunkel war, musste ich auch den Rückweg schieben. Ich denke heute werde ich das Auto nehmen…